Seit vielen Jahren kümmere ich mich um den Erhalt, die Pflege und punktuelle Verbesserung von Thorens Plattenspielern.
 
Hierbei spielen die Geräte der 160er und 140er Reihe natürlich die Hauptrolle. Das sind die Abspielgeräte des vor CD-Zeitalters. Weit verbreitet waren es diese Plattenspieler, die den gehobenen Standard darstellten. Geräte, die heute immer noch, oder wieder, faszinieren. Bei guter Behandlung sind diese Geräte praktisch „unkaputtbar“, der Verschleiß ist minimal und reduziert sich im Wesentlichen auf den Riemen und das Lageröl.
 
Es gibt aber einige Faktoren die dem Ausschöpfen des vollen Potentials der Geräte entgegen stehen, seit den 80ern haben sich einige Voraussetzungen geändert.
Hier ist die Bauteilqualität der heutigen Ersatzriemen zu erwähnen. Diese Laufwerke sind so konzipiert, dass sie mit einem Synchronmotor angetrieben werden. Diese Motoren arbeiten mit Wechselspannung. Die Frequenz der Wechselspannung bestimmt alleine die Drehzahl des Motors. Das Übersetzungsverhältnis ist starr auf die Drehzahl ausgelegt. Das bedeutet, alle Bauteile die die Übersetzung bewerkstelligen, müssen sehr exakt ausgelegt sein.
Der Antriebsriemen ist ein klassisches Verschleißteil. Als Teil der Übertragungskette wurde er bei Thorens nach absolut strengen Toleranz-Kriterien gefertigt. Stärke, Durchmesser, Spannung und Oberfläche mussten genauen Vorgaben entsprechen.
Dies ist heute nicht mehr gegeben. Die angebotenen Riemen passen alle mehr oder weniger, erfüllen aber nicht die originalen Kriterien, was den Gleichlauf teilweise stark beeinträchtigt.
Als zweites Hemmnis steht die Netzfrequenz, die ja direkten Einfluss auf die Drehzahl des Motors hat. In den 70er und 80er Jahren war die Stromversorgung eine staatliche Aufgabe. Die großen Stromversorger - inklusive Versorgungsnetz - waren Staatskonzerne. Der heute übliche Kostendruck  existierte nicht, was - vereinfacht gesagt- dazu führte, dass immer genügend Strom im Netz war. Das ist die Voraussetzung für eine stabile 50Hz-Frequenz, welche heute nicht mehr die Genauigkeit der 80er Jahre hat.
Punkt drei ist die Netzspannung. Ab Ende der 80er Jahre  wurde die Netzspannung von 220V in mehreren Schritten auf heute 235V angehoben.
Unsere Plattenspieler sind allerdings so konzipiert  bzw. deren Motoren so ausgelegt, dass sie bei einer Netzspannung von 220V mit der geringsten Vibration  arbeiten.

Punkt vier ist die Sinusform des Stromnetzes, welches ebenfalls die Laufruhe des Motors direkt beeinflusst.  Man könnte schon sagen dass es die Sinusform im Netz überhaupt nicht mehr gibt. Auf dem nachfolgenden  Bild  ist ein Vergleich zwischen dem Ist- und dem Sollzustand zu sehen.

 

Während in den 80ern der Strom ausschließlich zentral aus einem großen Kraftwerk geliefert wurde, werkeln heute unzählige kleine Solaranlagen und Windräder, die nicht wirklich synchron das Netz speisen.  Ein Übriges tun heute hochfrequente Schaltnetzteile in allen Formen. Das sind keine guten Voraussetzungen für die Laufruhe des Motors.
 
Hier gibt es ein kleines Video zu sehen, welches einen Teil der Problematik verdeutlicht.
 
https://youtu.be/ih1XYU3M4c4
 
Unter Berücksichtigung all dieser Punkte habe ich das Aktive Netzteil Sinus für Thorens der 140er und 160er Baureihe mit 16V-Anschluss (ab 1982) entwickelt.

 

 

Sinus liefert genau das, was der Name aussagt, ein sauberes Sinus-Signal. Wie das vorherige Bild verdeutlicht, und das in der optimalen Spannung, mit der Möglichkeit die abgegebene Frequenz, und somit die Geschwindigkeit des Plattenspielers +-1% fein zu regulieren und exakt einzustellen.
Die Laufruhe und das minimieren von Gleichlaufschwankungen bewirken eine deutliche Straffung und Durchzeichnung des Klangbildes.

Das aktive Netzteil Sinus ist, mit den dafür vorgesehen Thorens Modellen  absolut Plug and Play  fähig. Einfach das originale Netzteil gegen „Sinus“ austauschen, und schon können Sie die Geschwindigkeit Ihres Plattenspielers präzise justieren.

Das Netztei kann direkt unter KH.Audiokomponenten@gmx.de zu Preis von 249€ bezogen werden.