Ich habe hier mal den Umbau eines TD 160 auf die Schieferzarge dokumentiert.

Wie man auf den nachfolgenden Bildern sehen kann, ist das kein allzugroßes Kunststück. Der ambitionierte Bastler, mit einigermaßen Ausstattung, sollte das problemlos bewerkstelligen.

Als Erstes nehmen ich die Haube ab, die auf dem Schiefer 160er keine Verwendung mehr hat. (Es gibt die Möglichkeit, die Zarge so zu gestalten, dass die MK 2 Haube zu verwenden ist)Teller und Subteller werden herunter genommen, ebenso das Tonarmrohr und das Gewicht. Den Stummel des Tonarms mit einem Gummi am Lift befestigen.

Dann stelle ich den Thorens auf die Seite und schraube die Bodenplatte ab. Dabei den Plattenspieler bitte gut festhalten, damit er nicht unversehens auf der Nase liegt.

Sobald die Bodenplatte entfernt ist, empfehle ich, das Gerät – wie auf dem Bild zu sehen ist – mittels einer kleinen Schraubzwinge an der Arbeitsplatte zu sichern. So kann man die weiteren Schritte ganz entspannt angehen.

Hier sieht man, wie die das NF Kabel aus dem Gerät geführt ist und den Anschluss des Motors, der in diesem Fall in 16 Volt ausgeführt ist und über ein Steckernetzteil versorgt wird.

Die überwiegende Anzahl an TD160ern sind ja mit 110Volt Motoren ausgestattet, wobei die Netzspannung von 230Volt einfach mittels eines Vorwiderstandes auf die benötigten 110V reduziert wird. Für die Modelle, die mit Netzspannung laufen, sehe ich in aller Regel einen Kaltgeräteanschluss vor.

Die NF Verbindung wird nun mit einem beherzten Schnitt mit dem Seitenschneider gekürzt.

Genau auf die Länge, um sie ordentlich an die Cinchbuchsen anzulöten.

Die Motoranschlüsse werden abgelötet, der Phasenkondensator ebenso.

Nachdem der Plattenspieler wieder in der Horizontalen steht, werden die Kunststoff-Schraubenverblendungen vorsichtig entfernt. Dabei kann man sehr schnell abrutschen und Schrammen verursachen. Nach dem Herausdrehen der Schrauben ist das Chassis vollkommen frei und kann herausgenommen werden.

Das Chassis liegt in den Ecken auf diesen Kunststoff Zylindern, die leicht verloren gehen.

Die Schieferzarge steht zum Einbau bereit.

Die Kunststoffzylinder wieder in den Ecken der neuen Zarge platzieren. Der Plattenspieler wird vorsichtig in die Schieferzarge gehoben. Mit den Original Schrauben wieder befestigt und mit den Kunststoffkappen versehen.

Jetzt bringt man das Gerät wieder in die seitliche Position, in der wir schon die Anschlüsse entfernt haben. Wieder unbedingt mit der Schraubzwinge gesichert.

Jetzt werden Cinchbuchsen und die Masseverbindung in die vorgesehen Bohrungen geschraubt. Die zuvor gekürzten Kabel können nun von innen sorgfältig angelötet werden.

Jetzt gilt die Aufmerksamkeit dem Synchronmotor. Wie ich schon vorher erwähnte, sind die meisten TD 160, anders als dieses späte Modell, auf Netzspannung ausgelegt. In diesem Fall biete ich die Zarge vorbereitet mit einem Kaltgeräteeingang an. An den werden die zuvor gekürzten Eingangskabel gelötet, das ist eine sehr einfache Angelegenheit. Nicht desto Trotz, man muss sich bewusst sein, dass man es in diesem Fall mit Netzspannung arbeitet und im Zweifel einen Fachmann hinzuziehen sollte.

In diesem Fall haben wir es mit der 16Volt Variante zu tun. Ich habe mich entschieden, das Motor-Versorgungskabel ein Stück weit aus der Bodenplatte zu führen und über einen Klinkensteckkontakt mit dem Steckernetzteil zu verbinden.

Dazu ist es wichtig, eine Zugentlastung für des Kabel zu schaffen. Das Einbauteil zu diesem Zweck ist auf der rechten Seite zu erkennen. Dort wird das Kabel später mit einem Kabelbinder fixiert.

Wir erinnern uns an Bild 6, dort ist der Urzustand des Motoranschlusses nochmals zu sehen.

Rot und Blau sind die beiden Phasen, die über den Phasenschieberkondensator verbunden sind. Die blaue Phase schneide ich gleich am Motoranschluss ab und löte den Kondensator zwischen Rot und Blau.

Rot und Schwarz werden nun mit der Klinkenkupplung verbunden, die Zugentlastung angebracht. Nachdem die Bodenplatte montiert ist, der Player wieder auf den Füßen steht, der Innere und äußere Teller und auch der Riemen wieder Ihre Plätze eingenommen haben, kann auch das Tonarmrohr wieder aufgesteckt werden.

Eine schöne Sache ist es, wenn man die Möglichkeit hat, den Teller einem Profipolierer zur Bearbeitung zu überlassen.

Ich denke, der Plattenspieler hat in seiner Erscheinung erheblich gewonnen. Auch klanglich sollte sich der Umbau auf jeden Fall positiv auswirken und zu mehr Selbstverständlichkeit und Unaufgeregtheit der Musikwiedergabe führen.